New PDF release: Hochschulorganisation und Geschlecht in veränderten

German 16

By Astrid Franzke

Astrid Franzke geht der Frage nach, unter welchen Einflüssen sich Geschlechterarrangements um 1900 konstituiert und bis in die Gegenwart hinein verändert haben. Die differenzierte historisch-systematische Untersuchung zeichnet sich durch einen modernisierungstheoretischen Zugang aus, der sowohl agencies- als auch geschlechtertheoretisch gerahmt ist. Geschlechterarrangements sind nicht mehr ausschließlich durch Polarisierung, Hierarchisierung und Personifizierung gekennzeichnet. Sie sind vielfältiger, flexibler, partnerschaftlicher, aber auch temporärer, ambivalenter geworden, mit Tendenzen zur Retraditionalisierung und Neutralisierung.

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Entschieden wandte sie sich gegen das Projizieren jeder Art von sich ausschließenden Gegensätzen zwischen Frauen und Männern, wenn sie schreibt: „Ein wirklich anregender Verkehr zwischen Männern und Frauen wird daher immer seltener und in den gebildetsten Ständen giebt es nur wenige Kreise, in denen wirklich noch ein sich ergänzender, geistiger Austausch alles Empfundenen und Erlebten zwischen beiden Geschlechtern stattfindet“ (Neue Bahnen 15/1871: 115). : 115). Insofern nahm Auguste Schmidt ein weiteres Mal die bislang vorherrschende strikte Trennung von Knaben- und Mädchenschulen kritisch in den Blick und bezog damit selbst sehr moderne Positionen.

Das allgemeine Bildungsniveau so argumentiert sie weiter, müsse eben keine abschließende, sondern eine gründlich vorbereitende Bildung sein, auf der praktisch weiter aufgebaut werden kann. Darauf basierend spricht sie ein weiteres Modernisierungsdefizit an. „Aber nicht nur die geeignete Vorbildung mangelt noch, nein, die Berufsbildung des weibli47 chen Geschlechtes wird an und für sich noch als ein Hilfsmittel oder wie unsere Sprache ausdrucksvoll genug sagt, als ein ‚Nothnagel‘ betrachtet, durch welchen sich das allein dastehende Weib an irgend ein Arbeitswinkelchen anheften soll, da von ihr das große Loos der Verheirathung nicht gezogen worden ist“ (Neue Bahnen 1/1874: 2).

25 Weder Aufbau, Jahrgangsstufen, Lehrpläne noch Abschlüsse waren untereinander vergleichbar (vgl. Koerner 1997: 67). Dies galt auch für die Dauer des Schulbesuchs selbst (vgl. Kleinau 1997: 28). Das Wort „höhere“ Mädchenschule bzw. Töchterschule bezog sich nicht auf ein höheres Bildungsniveau, sondern verwies auf die soziale Herkunft ihrer Schülerinnen (vgl. Nave-Herz 1997: 13). Der soziale Rang der privaten Töchterschulen war zu diesem Zeitpunkt allerdings wesentlich höher als der der öffentlichen Mädchenschulen (vgl.

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